Pfaueninsel

Kaum mehr als 100 Meter liegt ihr Südzipfel vom Festland entfernt, doch die kleine Wasserscheide reichte aus, dass die Pfaueninsel Schutz fand, lange bevor sie zum Naturschutzgebiet und Weltkulturerbe erklärt wurde. Wegen seiner isolierten Lage ist auf dieser Insel ein ganz besonderes Bauwerk gänzlich unversehrt geblieben: Schloss Pfaueninsel wurde 1794/95 nach Plänen des Potsdamer Hofzimmermeisters Brendel im Stil damaliger Mode als Schlossruine gestaltet, sein Inneres nach dem Geschmack der Gräfin Lichtenau (Geliebte König Wilhelms II.) eingerichtet. Bis zu seiner Übertragung in die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wurde kein einziges Möbel gestohlen, gar verrückt, keine Scheibe zerschlagen, kein Wandbild zerstört. Noch wie zu Zeiten, als es zuletzt bewohnt wurde – sommersüber, denn es war eine königliche Sommergartenlaube – präsentiert sich sein Interieur. Der kunstvoll verlegte, glänzende Parkettboden wurde nie restauriert. Auch die Tapeten sind bis heute ohne Riss, wenn auch nicht mehr so farbenfroh. Stühle und Couch sind noch immer prall mit Rosshaar gepolstert – über 200 Jahre alt. Nichts ist kaputt oder brüchig, nicht mal die Schlossmauern. Selbst die sind – wie die wunderschön gemaserte Wandverkleidung im OG – aus Holz! Schloss Pfaueninsel ist das besterhaltene Schloss in Europa. Die Führerin achtet streng darauf, dass das so bleibt und wir alle Filzpantoffeln überziehen. Die gebogene Eisenbrücke, die über dem Dach die zwei Schlosstürme miteinander verbindet, darf leider nicht betreten werden. Höher als ins erste OG kommen wir sowieso nicht. Dafür sehen wir die Hüte von Königin Luise, mit denen sie ihren bleichen Teint vor der Sonne bewahrte. Allerdings mochte sie das Schloss nicht besonders, wohl weil es an Komfort zu Wünschen übrig ließ. So besaß es z.B. keine Wasserklosetts. Ihr Gatte Friedrich Wilhelm III. dagegen liebte die Insel. Nach Luises Tod lebte er sich hier richtig aus. Er ließ weitere Häuser im italienischen Villenstil bauen, vor allem aber eine Vielzahl an Tiergehegen für bald über hundert Arten, darunter so exotische wie Alligatoren, Büffel, Kängurus, Affen, Löwen, Lamas oder Bären. Er fütterte viele sogar eigenhändig und präsentierte sie bereitwillig der Berliner Bevölkerung. Ein regelrechter Massenandrang entstand. Bald waren die extra eingesetzten Sonderzüge Richtung Pfaueninsel restlos überfüllt. Ab 1821 war die Insel darum nur noch an drei Wochentagen für Publikum geöffnet. 1842 überführte Wilhelms Sohn Friedrich Wilhelm IV. die Tiere an den entstehenden Berliner Zoo, der zwei Jahre später als erster und größter seiner Art in Deutschland eröffnet wurde. Pfauen (sogar weiße), Ziegen, Ponys und Büffel, trifft man bis heute auf der Pfaueninsel an. Hier geht's zur Bildergalerie und hier erfährt man mehr, auch zur Anreise.
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La Réunion

Zuckerrohr, so hoch, dass Straßenschilder und Bushaltestellen darin verschwinden: im Wind rauschende, wiegende Felder. Riesenhalme, die sich wie Baldachine über die Serpentinen neigen. Und keine Straße, auf der nicht Spuren davon zurückbleiben, wenn die Stengel, lose auf Lkws gestapelt, zu den Fabriken gefahren werden. Auf La Réunion habe ich Zuckerrohr zum ersten Mal unverarbeitet gekostet: ein feuchtes Stück Holz, für das man beim ersten Biss alle Kraft des Kiefers braucht. Dann quillt der süße kühle Saft heraus. Man kaut, saugt bis nichts mehr kommt, spuckt schließlich die Späne aus. Nichts für Gebissträger. Für Originalzähne wahrscheinlich auch nicht das Beste. Zuckerrohr ist das wichtigste Exportgut des französischen Überseedépartements. Für die Parfumindustrie werden aber auch Vétiver- und besondere Geranien angebaut. Duftpflanzen blühen aber auch einfach an der Straßenecke. Manchmal riecht es so betörend, dass man unweigerlich nach jemandem Ausschau hält, der sich ausgehfein gemacht hat. Dann – immer der Nase nach – entpuppt sich der Urheber als eine Hecke, die in voller Blüte steht Auch für Bourbon-Vanille ist die Insel berühmt. Die réunionische Küche würzt damit sogar Kartoffel- und Fleischgerichte: Haute Cuisine mit kreolischer Finesse! Die meisten Urlauber kommen jedoch wegen der nicht kultivierten Gewächse: Ein Drittel der Fauna wächst auf La Réunion noch wie zu Urzeiten: Farnbäume und Tamarinden, Kampferlorbeer, Orchideen und Aronkelche, silbrig herabhängende Flechten und bauschiggrünes Moos. Eine Vegetation, an deren Üppigkeit sich das Auge satt sehen kann. La Réunion ist ein Paradies für Wanderer, Bergsteiger, Mountainbiker, bietet beste Voraussetzungen zum Reiten, Paragliding, Kite- und Windsurfen, Rafting, Canyoning … Und überall wird gejoggt. „La Réunion ist eine Sport-Insel“, informiert uns Jeremy von Connections Réunion am Airport in Saint Denis, wo wir die Vouchés für unsere Rundreise erhalten. Wir hatten drei Stationen ausgesucht, um erst den wenig touristischen Osten, anschließend den Süden und schließlich den badefreundlichen Westen zu erkunden. Zwar ist das Eiland gerade mal so groß wie unser Bundesland Saarland. Doch von den Ufern aus geht es steil nach oben: Bis zu 3069 Meter ragt die Bergwelt auf, durchfurcht von zahllosen Schluchten, jede trägt einen Namen wie die „Ravine de la Grande Chaloupe“. Kein Ort, der nicht am Meer liegt, der auch nur annähernd per Luftlinienentfernung erreichbar wäre. Es gibt nur eine einzige Straße, die quer über die Insel führt und das auch nur als Ausweichstraße. Die Uferstraße im Südosten ist nämlich immer mal wieder unpassierbar, dann, wenn der 2631 Meter hohe Piton de la Fournaise wieder Lava spuckt, die über die N2 ins Meer fließt. Die meisten touristischen Ziele erreicht man also nur über die vielfrequentierte Uferstraße und die Stichstraßen, die hiervon abzweigen und in vielen Kurven aufwärts führen. Auf dem selben Weg geht’s dann zurück, anders nicht. Noch mehr lohnenswerte Ziele erreicht man bloß zu Fuß: den Geburtsvulkan Piton de Neige zum Beispiel oder die drei markanten Felsen „trois Salazes“ im Talkessel des Cirque de Cilaos. Hier wird das inseleigene Mineralwasser gezapft. Genauso steht es um die Aussichtsplattform am Rand des grünen „Höllenschlund“, dem Trou de Fer mit seinen vielen Wasserfällen. Gerade hier empfiehlt es sich, früh morgens unterwegs zu sein, sonst ist der Kessel wolkenverhangen. Bei einigen anderen Aussichtspunkten wie z.B. dem Piton Maïdo oder der Gîte de Bélouve hatten wir im September auch später am Vormittag beste Sicht. Eine erfahrene Réunion-Reisende erzählte uns, sämtliche Réunion-Reiseführer seien im November geschrieben, und in dem Monat würde es zutreffen, dass man nur ganz früh am Morgen klare Sicht habe. Hier geht es zu ein paar schönen Fotos von La Réunion. Das Foto mit der phantastischen Poollandschaft stammt aus dem Hôtel Le Saint Alexis zwischen Saint-Gilles-Les-Bains und Saint-Paul. Eine sehr schöne Wanderung über viele Holzstege und Treppen, bei der wir am Ende aber kein Glück hatten, weil das "Höllenloch" vernebelt war, hat Klaus hier getrackt: Diese Wanderung enthält tolle Bademöglichkeiten:
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Isle of Wight

Als wir im Juni 2012 von London aus per Mietwagen Richtung Südengland kurvten, waren wir so naiv zu glauben, in den vielen Guesthouses würde man spontan ein Zimmer bekommen. Dies war ein völliger Irrglaube. Hatten wir bzgl London noch alles richtig gemacht und im Voraus online billig gebucht (nämlich im Travelodge London Aldgate East Hotel um die Ecke der Tower Bridge), fielen später umso mehr Pfunde an. Grund war auch, dass die Queen ihr diamantenes Thronjubiläum feierte (60 Jahre Königin), die Briten frei bekamen und fast alle nach Südengland fuhren. Allein der Stau auf den Straßen entlang der Küste vereitelte all unsere Pläne, weit nach Südwesten vorzudringen, zu den Heligan Gardens in Saint Ewe und dem Trebah Garden in Falmouth. So geschah es, dass wir in Lymington vor der Isle of Wight strandeten. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit stießen wir hier etwas abgelegen auf ein altehrwürdiges Landhaus inmitten grüner Hügel und Pferdekoppeln. Eine rüstige alte Dame brachte gerade den Abfall heraus, als wir unseren Golf (der Verleiher war ganz stolz, uns ein deutsches Auto zu geben) auf dem Kiesplatz parkten. Wenige Sätze später war klar, dass Zimmer frei waren und die Hausherrin Brigitte Tee-Hillman Deutsch sprach, weil sie aus dem Schwabenland stammte. Schnell erfuhren wir ihre aufregende Lebensgeschichte, die sie mit zahllosen Fotografien und Zeitungsartikeln belegte: Als eine der ersten Stewardessen bei Pan Am verliebte sich Brigitte Tee Anfang der 60er in einen amerikanischen Piloten, heiratete ihn und zog mit ihm nach London. Doch der Pilot war untreu. Brigitte Tee wollte sich scheiden lassen und suchte Rat bei Rechtsanwalt John Hillman. „Nun“, erwiderte der, „am schnellsten geht es, wenn Sie eine Affäre haben.“ Am nächsten Tag sprach Brigitte Tee erneut in der Kanzlei vor und fragte Hillman, ob er nicht eine Affäre mit ihr eingehen wollte. Hillman wurde ihr zweiter Mann und Vater ihres Sohnes. Die außergewöhnlichste Episode handelt davon, dass zu der Zeit, in der die Schwäbin nach Südengland kam, um 1973, niemand in ganz Großbritannien heimische Pilze pflückte geschweige denn aß. Begeistert über den von niemandem sonst abgeernteten Reichtum in Deutschland teuer zu erstehender Pilzsorten stromerte die junge Frau durch den New Forest National Park, pflückte kiloweise Pilze und bot sie verschiedenen Restaurants zum Kauf an. Gerade die Köche deutscher Herkunft, auch von großen Hotels, waren begeisterte Abnehmer. Bald fuhr Brigitte Tee ihre Pilze zu den erlauchtesten Adressen aus, darunter Spitzenrestaurants wie Michel Roux Jr’s Le Gavroche oder das von Henry Brosi im Fünf-Sterne-Hotel Dorchester. Sogar bei der Queen sei sie gewesen, erzählte sie uns. 33 Jahre ging das so, bis das Forstamt des Nationalparks aufmerksam wurde und ihr das Pilzepflücken verbot. Brigitte Tee pflückte weiter. Am 16. November 2002 lauerten ihr Polizeibeamte dabei auf und steckten die damals 60-Jährige ins Gefängnis. Der Fall ging wie ein Lauffeuer durch die Presse. Alle fanden barbarisch, was man „Mrs Magic Mushrooms“ antat, hatte sie die britischen Pilze doch erst bekannt gemacht. Sie wurde freigelassen und erhielt als einzige Person in ganz Südengland die Lizenz, Pilze zum Verkauf zu pflücken. Für die Einnahmen muss sie seitdem aber Steuern entrichten. Mittlerweile lebt Brigitte Tee-Hillman alleine im Gorse Meadow House und vermietet auf der oberen Etage sechs Gästezimmer. Im Erdgeschoss veranstaltet sie Kochkurse. Pilze spielen darin natürlich eine Hauptrolle. Aber auch andere Zutaten ... Während unseres Aufenthalts wurde der Kochkurs von einem italienischen Koch geleitet: Tony kümmerte sich auch um unser Frühstück und pries am Vorabend seinen „black pudding“ an: „It’s so beautiful!“, schwärmte er uns vor. Obwohl wir wussten, dass die Briten morgens gern herzhaft essen, freuten wir uns in Ermangelung englischen Vokabulars auf Schokoladenpudding. Aber es war kein Pudding, was Tony uns am anderen Morgen stolz auf die Frühstücksteller legte, sondern gebratene Blutwurst.   (Auf dem Blog von Joachim Ott ist ein schöner kleiner Film über Brigitte Tee: testschmecker.de/2013/01/22/mrs-tee-the-art-of-mushroom-picking/)
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Madeira

Wir haben Madeira im September besucht. Auf den Berghöhen war der Nebel teilweise so dicht, dass man kaum drei Meter weit sehen konnte. Einmal bin ich beinahe mit einer Kuh zusammengestoßen, die hier oben genüßlich weidete. Ein populärer Wanderweg war durch einen verheerenden Waldbrand nicht mehr wie im Reiseführer beschrieben, märchenhaft dagegen der Pfad entlang der Levada da Rocha Vermelha. Die ganze Insel lässt sich entlang dieser alten Wasserläufe auf oft abenteuerliche Weise erkunden: durch enge Tunnel, unter Wasserfällen hindurch – immer mit phantastischen Aussichten, teils auch steil nach unten. Von der Hauptstadt aus fährt eine Seilbahn auf den im Hinterland gelegenen Berg. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum Botanischen Garten mit seiner herrlichen Sicht auf die Hauptstadt Funchal. Der Park wurde 1881 von der Familie Reid gebaut und ist heute für die Öffentlichkeit zugänglich. Er erstreckt sich über 35.000 qm und enthält eine sehenswerte Vielfalt an exotischen Gewächsen. Nah bei Funchal findet man das bunte Fischerdörfchen Câmara de Lobos. Katzenhaie hängen hier zum Trocknen in der Sonne. In kleinen Booten wird schwarzer Degenfisch hereingeholt. Oberhalb hatte Winston Churchill seinen Platz zum Malen. Hier saß er oft mit einer dicken Zigarre im Mundwinkel vor der Staffelei und übertrug seine Aussicht auf Leinwand. Ein paar schöne Eindrücke von Madeira finden sich hier.
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São Miguel

São Miguel ist die größte Insel der Azoren und mit einer üppigen Natur gesegnet. Fast alle Straßen sind von blühenden Hecken eingefasst. Man sieht Kamelien, Azaleen, Hortensien, Orchideen ... Und auf den saftiggrünen Hügeln weiden Kühe, deren Fell glänzt wie frisch gestriegelt. Dem Reisenden werfen sie tiefsinnige Blicke nach. Vielleicht denken sie an die zwei unglücklich Verliebten, die so viel weinen mussten: Im Inselinneren befinden sich zwei Kraterseen, deren schillerndes Grün ihren Tränen entsprungen sein soll. Die beeindruckende Farbgebung zeigt sich aber nur bei Sonnenschein. Stürmisch und wechselhaft haben wir das Wetter im Mai erlebt, doch die heißen Quellen, die an einigen Stellen im Meer an der schwarzsandigen Küste und im Vale Formoso zu finden sind, haben uns mehr als entschädigt. Im Parque Terra Nostra gibt es ein riesiges natürliches Thermalschwimmbecken - badewannenheiß - mit sehr eisenhaltigem, ockerfarbenem Wasser. Phantastisch anzusehen - auch der gesamte umgebende Park. Die vulkanischen Dampfaustrittsstellen werden auch direkt zum Kochen benutzt. Dazu wird ein Topf mit Gemüse und Fleisch in der umgebenden Erde verbuddelt. Nach ein paar Stunden ist alles fertig - von Mutter Erde zubereitet! Wir hatten das Glück, bei Mechtild und Sönke Hormann zu wohnen. Das deutsche Ehepaar vermietet auf einem traumhaft schönen Küstengrundstück im malerischen Caloura ein paar Bungalows, die hier verstreut zwischen exotischen Pflanzen liegen. Das große Areal wird auch zum Anbau von Gemüse und köstlichen Früchten genutzt. Man kann sie vor Ort im Haupthaus kaufen. Auch den berühmten Tee der Insel hält man hier bereit. Im Nordwesten von Sao Miguel begünstigt das besondere Mikroklima den Anbau schwarzen Tees. Viele nehmen ihn sich pfundweise mit nach Hause. Sein einzigartig weiches Aroma ist wirklich eine Kostprobe wert. Die Teefabrik lädt dazu ein, auch zur Besichtigung der Produktion, bei der vieles von Hand geschieht. Viele schöne Wanderwege laden dazu ein, São Miguel per pedes kennenzulernen. An den Küsten stößt man immer wieder auf Ruinen und bekommt angesichts der verfallenen Wassermühlen eine Ahnung, wie die Menschen früher hier lebten und arbeiteten. Unlängst wurde am Fuße des Pico do Carvao in 600 Metern Höhe die Ruine einer vergessenen Kapelle wiederentdeckt. Sie steht jetzt unter Denkmalschutz. Hier geht es zu unseren Fotos von São Miguel ...
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Zakynthos

In Deutschland führt sie ein eher unbekanntes Dasein: die griechische Insel Zakynthos, von Edgar Allan Poe einst als "Goldene Insel, Blume des Ostens" bedichtet. Kein Wunder, denn Zakynthos ist mit einer großen Fruchtbarkeit gesegnet, die nicht nur in der Fülle der oft jahrhundertealten Olivenbäume sichtbar wird, sondern auch an allen Arten von Obst und Gemüse, das man frisch geerntet überall an Marktständen kaufen kann. Daneben wartet Zakynthos mit einer Vielzahl wunderschöner Strände auf. Sie sind teils feinsandig, teils grobkörniger. Jeder Besucher findet hier den Strand seiner Träume und dazu noch wunderbares Badewasser, dessen Qualität Jahr für Jahr mit der blauen Flagge für Klarheit und Sauberkeit ausgezeichnet wird. Unter der Wasseroberfläche werden darum auch Taucher wunderschöne Aussichten genießen. Der Spätsommer ist eine ideale Zeit, um Zakynthos in Augenschein zu nehmen. Die meisten Touristen sind wieder zuhause. Die Früchte der Insel sind reif und werden von der fantastischen Kochkunst der Zakynthos-Griechen mit ihrer sprichwörtlichen Gastfreundschaft aufs Herzlichste kredenzt. Urlauber können in diversen Ferienwohnungen sehr günstig unterkommen und die kulinarische und landschaftliche Vielfalt der Insel entdecken. Zakynthos ist ungefähr so groß wie Ibiza, liegt auf der Höhe Siziliens und ist auf der einen Seite von steilen weißen Klippen geformt. Im Osten ist die Insel flach und mit ihren langgezogenen Stränden ein Touristenmagnet. Manche Strandabschnitte sind auch ein Magnet für eine seltene Schildkrötenart, die dort nachts ihre Eier vergräbt. Zum Schutz dürfen hier keine Liegestühle aufgestellt und auch keine Sonnenschirme in den Sand gesteckt werden. In meinem kleinen Reiseführer stehen ganz kompakt und lesbar geschrieben alle nötigen Informationen: Wer individuell reisen will, verzichtet auf „All inclusive“ und die Abgeschottetheit im Hotel und bucht sich eine Ferienwohnung und einen Wagen. Es wäre viel zu schade, nur einen Strand und ein Dorf dieses landschaftlich so vielfältigen Eilandes zu entdecken. Zu unseren Fotos von Zakynthos ...
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La Palma

Am Rande des Kanarenarchipels gelegen führt sie zu Unrecht ein Schattendasein. Kaum vielfältiger kann man sich eine Kanareninsel vorstellen, gesegnet mit ausgedehnten Kiefern- und Lorbeerwäldern, einer fantastischen Vulkanlandschaft und Heide-bewachsenen Hügeln, auf denen Drachenbäume und Höhleninschriften von uralten Zeiten erzählen. Das Meer vor La Palmas Ostküste ist immer ein kleines bisschen wärmer, weil der Golfstrom hier ganz nah vorbeifließt. Der schwarze Sandstrand Puerto de Tazakorte hat mehr Sonnenstunden zu verzeichnen als jeder andere Urlaubsort in Europa. Wie eine Wetter-Scheide wirkt das bis auf 2.426 Meter ansteigende Nord-Süd-Gebirge: Wolken, die die Passatwinde herbeitragen, bleiben meist auf der Ostseite hängen und regnen hier ab. Es kann also passieren, dass auf der einen Seite des Túnel de la Cumbre dichter kühler Nebel herrscht und zwei Kilometer weiter in El Paso die Sonne vom blauen Himmel scheint. La Palma ist, wie alle Kanarischen Inseln, von Vulkanen erschaffen worden. Mit etwa zwei Millionen Jahren gehört die Isla Verde zu den jüngsten Inseln der Kanaren. Am 26. Oktober 1971 fand der letzte Ausbruch statt. Der damals tätige Teneguía schrieb sich aber als "freundlicher Vulkan" in die Geschichtsbücher ein. Er ließ seine Lavamassen am Örtchen Los Canarios vorbei- und ins Meer fließen, so dass La Palma an der Südspitze ein gutes Stück größer wurde. Die höchste Erhebung an der Nordspitze der Insel schuf der Garafia-Vulkan. Vor 1,2 Millionen Jahren brach der erkaltete Kegel halbseitig ein und ergoss eine Trümmerlawine ins Meer. 200.000 Jahre später brach ein neuer Vulkan aus, der eine Höhe von 3.500 Metern erreichte und alles mit Lava überdeckte, später aber ebenfalls erodierte. Aus diesem Wechselspiel entstand die Caldera de Taburiente, ein gigantischer Kraterkessel, an dessen nordöstlicher Abrisskante mehrere Sternwarten errichtet wurden. Das Observatorio del Roque de los Muchachos (ORM) misst zum Beispiel Gammastrahlen, hochenergetische Photonen, die Hinweise auf längst vergangene Sternenexplosionen geben können. Damit diese Messungen nicht gestört werden, gibt es auf La Palma ein Gesetz zur Vermeidung von Lichtverschmutzung. Die gelben Straßenlampen und das Fehlen von Leuchtreklame sind Ergebnis dieses auf der Welt einmaligen Gesetzes. Dem Bau des Observatoriums ist eine asphaltierte Serpentinenstraße zu verdanken, so dass der höchste Punkt der Insel mit dem Auto erreichbar ist. Die Strecke durchläuft mehrere Klimazonen bis hin zum baumlosen Hochgebirgsklima. Die (längere) Ostauffahrt von Santa Cruz aus beginnt mit subtropischem Klima auf Meereshöhe. Oben angekommen kann man bei klarem Wetter über die Vulkankette bis hin zur Südspitze sehen. An anderen Tagen schwebt man förmlich über den Wolken. Im Winter kann es auch nebelig sein. Je früher man sich morgens auf den Weg macht, um so höher sind die Chancen auf gute Sichtverhältnisse. Am Wochenende lohnt sich auf der Fahrt dorthin ein Zwischenstopp auf dem Bauernmarkt in Puntagorda. Er ist in einer sichelförmigen Markthalle am nördlichen Ortsausgang mitten im Kiefernwald von El Fayal situiert. Frisch gepresster Zuckerrohrsaft lässt sich hier kosten, Mandelkuchen, Ziegenkäse aller Reifestufen, Anis-gewürzte Bananenchips und "Honig der tausend Blumen". Am Deutsche-Torten-Stand von Werner Schimeck stehen vor allem die Einheimischen Schlange. Es sind überhaupt viele Deutsche, die auf La Palma ein neues Leben begonnen haben, sei es als Konditor, Künstler, Bierbrauer, Astrologe, Autoverleiher, Tauchlehrer, Masseur, Heilpraktiker oder Café- und Restaurantbesitzer. So betreibt Frohmut Schweitzer auf dem Weg zu den Höhlen der kanarischen Ureinwohner ein veganes Bio Café inmitten der zauberhaften Landschaft. Auch die Caféküche ist in einer Höhle eingerichtet. Der eigentliche "Gastraum" liegt mit Blick auf den Atlantik unter einer blühend umrankten Pergola. In Los Llanos, der heimlichen Hauptstadt der Insel, eröffneten Thomas und Rainer ein ganz besonderes Eiscafé. Das "Frida" bietet viel mehr als außergewöhnlich leckere und immer wieder neue Eissorten aus eigener Produktion, z.B. Kuchen, Torten und Quiches, liebevoll zusammengestellte Frühstücksklassiker, beste Tee-Sorten und noch bessere Scones. Daneben begeistert das Lokal mit seiner gekonnten Interieur- und Farbgestaltung – kurzum ein Café, das man zuhause vermisst. Noch mehr aber die ganze Insel La Palma. Auch zum Tauchen ist La Palma ein lohnenswertes Ziel. Wir hatten uns für zwei Wochen fußnah vom "Tauchpartner La Palma" niedergelassen und steckten fast jeden zweiten Tag unsere Köpfe (und Körper) tief unter Wasser. Die deutschsprachige Tauchbasis befindet sich auf der sonnigen Westseite in Puerto de Naos wenige Meter vom schwarzsandigen Playa Delphin entfernt. Delfine haben wir auch tatsächlich gesehen, als wir einen Ausflug zum Tauchplatz Malpique an der Südspitze unternahmen, außerdem Rochen, Sepien, Kraken ... Die Unterwasserwelt ist hier wirklich magisch. Nach der tiefen Riffkante tut sich ein Blick ins Blaue auf, der umwerfend ist: Gleich Vögeln zogen Fischschwärme über uns hinweg. Es war wie im Himmel zu fliegen. Und auch am Hausriff vom "Tauchpartner La Palma" gibt es zwischen den Lavafelsen immer wieder neue Bewohner zu entdecken, sogar Seepferdchen! Die bunt gemusterten Moränen lockte unser lustiger Guide Luis Riva aus ihren Spalten hervor, indem er einen der hier weidenden Seeigel aufspießte und sein Fleisch an den Spalteneingang brachte. Die eingeschleppten Diademseeigel sind inzwischen zu einer echten Gefahr für die Vegetation der kanarischen Küsten unter Wasser geworden. Abstechen ist also erlaubt, sogar erwünscht. Und hier geht's zu unseren La Palma Fotos.
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Lanzarote

Eine Insel, deren Kargheit mich auf den ersten Blick befremdete, bei näherem Hinsehen dann immer mehr faszinierte und gefangen nahm: In den unterschiedlichsten Braun- und Ockertönen changiert die bergige Landschaft Lanzarotes. Fast nur beim An- und Abflug erkennt man, dass alles ehemalige Vulkane sind. Von 1730 bis 1763 währte der allergrößte Ausbruch, der ein ganzes Drittel der Insel – ausgerechnet den fruchtbarsten Teil – mit seinen Lavaströmen zuschüttete. Dieses Gebiet, in dem Flächen wie mit Teer überwälzt abwechseln mit roten, braunen und schwarzen Bergen, steht seit 1974 unter Naturschutz. Eine einzige öffentliche Straße führt hindurch. Um wirklich hineinzukommen, muss man sich im Besucherzentrum einer Führung anschließen (möglichst früh buchen) oder bei einer Kameltour mitreiten. Es ist nicht erlaubt, eigenmächtige Wanderungen in den Nationalpark Timanfaya zu unternehmen. Allerdings schließt eine kleine Runderwanderung von ungefähr drei Stunden einen Randbereich ein. Dabei überquerten wir sogar eine Schranke und liefen auf der dahinter für die Parkranger gedachten Schotterpiste, um wieder an unseren Ausgangspunkt zu gelangen. Unterwegs begegneten wir auch einem Ranger, der uns freundlich passieren ließ. Dieser schöne Wanderweg beginnt am nördlichen Ende von El Golfo, markiert von einem Spielplatz und nebenliegenden Parkplätzen. Ein großes Schild für Wanderer informiert dort auch über die Lage. Zunächst geht es an der wilden Westküste entlang, ein fantastischer Anblick, wie die weiße Gischt sich an den schwarzen Felsen bricht. Immer wieder sind aufgebrochene Lavaröhren zu erkennen: Vielerorts sind während des Ausbruchs breite Ströme entstanden, deren Äußeres schneller abkühlte und erstarrte, während das Magma darunter glühend weiterfloss. Am Ende blieben so teils riesige innen hohle Tunnel übrig. Im Norden Lanzarotes hat der Künstler César Manrique die größten ihrer Art in ein Natur-Architektur-Kunstwerk verwandelt: Die „Jameos del Agua“ befinden sich in einem Vulkantunnel, der durch den Ausbruch des Vulkans La Corona entstand. Dieses fantastische Bauwerk und weitere, die unter Manriques Leitung geschaffen wurden, sind sicher einmalig auf der Welt und machen gleichzeitig die Einzigartigkeit der lanzarotenischen Landschaft deutlich. Zu den Bildern In einem eBook-Reiseführer habe ich die von Manrique gestalteten Orte übersichtlich zusammengefasst und mit nützlichen Hinweisen und Hintergrundinformationen versehen. Das Buch enthält im hinteren Teil auch eine Google-Map, auf der zusätzlich seine auf der Insel verteilten Windspiele eingetragen sind. Neben den bekannten Touristenattraktionen habe ich auch weniger bekannte Orte recherchiert, an denen Manrique auf Lanzarote seine Spuren hinterließ. Der kleine Kunstreiseführer ist im Gegensatz zu meinen Reiseführern über die Seychellen und Zakynthos für sämtliche eBook-Reader erhältlich, so für Apple Books bzw. iBooks oder für tolino oder für den Kindle Reader von Amazon und andere.
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Langeoog

Kilometerlange Strände, feinster, weicher Sand – das findet man drei Autostunden von Dortmund auf der ostfriesischen Insel Langeoog. Ab Bensersiel, wo man seinen Wagen stehen lassen muss, wühlt sich die Fähre anfangs noch durch Schlick. Dann kann sie Gas geben: 1976 wurde die Fahrrinne ausgebaggert. Seitdem ist der Schiffsverkehr gezeitenunabhängig. Ein Passagier, der auf Deck neben uns steht, weiß, dass man bei Ebbe auch nach Langeoog wandern kann. Solange die Mole links zur Fahrtrichtung in die Nordsee ragt, ist das noch vorstellbar. 1 Kilometer weiter sind wir aber schon mitten in der "Langeooger Balje" – der tiefen Strömungsrinne zwischen den ausgedehnten Watten, welche jetzt ebenfalls fast überflutet sind. Zu Fuß wollte ich von hier aus nicht unbedingt weiter. Müssen wir noch längst nicht: Im Hafen Langeoogs angekommen wartet schon die bunte Inselbahn auf uns. Bis 1937 wurde sie von Pferden gezogen. (Die Gleisanlage kam per Schiff aus Dortmund.) Eine Viertelstunde später steigen wir in eine echte Kutsche, gezogen von einem Apfelschimmel, dessen graue Flecken so schön verlaufen wie Aquarellfarbe. Später steigen wir auf Drahtesel um. Sie sind das Hauptverkehrsmittel der Insel: Fahrräder mit meist nur einem Gang, auf denen man so aufrecht sitzt wie hoch zu Ross. Richtig schnell kann man dadurch nicht radeln, dafür die herrliche Landschaft allerbestens in Augenschein nehmen. Auch wegen des Gegenwinds fährt sich's gebremst, erst recht, wenn es Richtung Ostende geht, wo die Seelöwen leben. Wir haben leider keine angetroffen, dafür die schönsten Pferde weit und breit und Plüschrinder, die aussehen wie aus der Sesamstraße. Langeoogs Dünenlandschaft ist ein wahrer Traum. Wer ahnt, was auf Sand alles wachsen kann: Schilf und Dünenrosen, Leinkraut und Wasserminze – nur vier von unzähligen Arten. Die Vorhut bildet die Sandsegge, ein Trockenheit und Wind widerstehendes Gras, das sich überall dort ansiedelt, wo der Sand freiliegt. Mit seinen Wurzelausläufern, aus denen die Grashalme sprießen, wächst es schnurgerade in die offenen Flächen hinein und legt so diese Stellen fest. Da das aussieht wie eingenäht, wird die Sandsegge auch als "Nähmaschine Gottes" bezeichnet. Im September sind auch Sanddorn, Hagebutten und Holunderbeeren reif. Aus allen Büschen leuchtet es dann rot und orange. Sanddornsaft heiß oder kalt, mit oder ohne Schuss, als Eis, mit Dickmilch oder Praline ist eine Spezialität in den Restaurants und Kneipen. Hier und da kredenzt man auch Nordseefisch und Krabben, inseleigene Kleikartoffeln oder zum Beispiel Labskaus. Kleikartoffeln wachsen auf ehemaligem Meeresboden, der durch Eindeichung entstand und daher besonders nährstoffreich ist. Labskaus – sprachlich nicht eindeutig rückbestimmbar – ist ein deftiges Seemannsgericht aus gepökeltem Rindfleisch, Kartoffeln, dazu Hering und Rote Beete, manchmal auch Essiggurken, auf jeden Fall Zwiebeln. Schmeckt sehr viel besser als es klingt! Unter den Inseldünen liegt ein natürlicher Regenwasserspeicher, die sogenannte Süßwasserlinse. Sie gibt nicht nur den Pflanzen zu trinken. Ganz Langeoog – seine knapp 2000 Bewohner und rund 200.000 Gäste pro Jahr – werden aus ihr mit Trinkwasser versorgt. Möglich ist dieses Reservoir, weil Süßwasser leichter als Salzwasser ist. Daher bleiben die versickernden Niederschläge wie ein riesiges Fettauge auf dem Meerwasser schwimmen. In tiefer gelegenen Dünentälern und im Bereich des Dünenfußes tritt das Süßwasser auch oberirdisch zutage. Gefährlich für das Reservoir sind Salzwassereinbrüche von oben, wie sie bei Sturmfluten auftreten können. Daher spielt der Dünenschutz eine wichtige Rolle. Langeoog hat zum Glück die höchsten Dünen von allen ostfriesischen Inseln und kommt daher als einzige (noch) ohne seeseitige Küstenschutzbauwerke aus. Hinter den Dünen erstreckt sich der etwa 14 Kilometer lange Sandstrand. Um allen Bedürfnissen gerecht zu werden, hat man ihn in Zonen aufgeteilt. So gibt es Strandabschnitte für Hunde, Nichtraucher, Kinder, Kiter, Surfer, Leute, die ihren Drachen steigen lassen wollen oder solche, die mit Rollstuhl unterwegs sind. Im Nordwesten wächst eine große Sandbank heran. Wie mit einer Nabelschnur ist sie an einer Stelle – aber auch nur bei Ebbe – mit dem Strand verbunden. Kurverwaltung und DLRG warnen davor, sie zu betreten. Manch einer ist nicht mehr allein zurückgekommen, weil die Flut rascher stieg als gedacht. Da konnte nur noch der Hubschrauber helfen. Dennoch sieht man viele Badegäste auf der Sandbank spazieren gehen. Die Verlockung ist einfach zu groß. Der südwestliche Strandabschnitt, das sogenannte Flinthörn, steht unter Naturschutz und darf nicht betreten werden. Eine Ausnahme bildet der "Naturpfad Flinthörn", welcher mitten hindurch führt, wobei bebilderte Informationstafeln die vorkommenden Vogel- und Pflanzenarten beschreiben. Nicht zuletzt wegen der hier brütenden Sumpfohreule ist die Region von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Gerade in den Abendstunden ist es besonders friedlich hier und schön, bei der Südmole auf einer Bank zu sitzen und den Rufen und Geräuschen der Vögel zu lauschen, die im Watt nach Muscheln suchen. Zu unseren Langeoog Fotos ...
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Sardinien

Sardinien – „ein kleiner Kontinent“, so liest man oft. Dabei ist „klein“ eigentlich untertrieben. Immerhin misst die nach Sizilien zweitgrößte Insel im Mittelmeer 24.090 km². „Kontinent“ passt da schon eher, denn Sardinien besitzt landschaftlich völlig unterschiedliche Ecken. Man sollte mehrmals hinreisen oder für längere Zeit, um alles zu sehen: die skulpturalen Granitfelsen im Norden bei Porto Torres, wundervolle Dünen an der Costa Verde, Cagliari – eine Stadt wie aus einer anderen Zeit, Grotten an allen Küsten, das wilde Inland mit seinen Seen, der Süden mit seinen Lagunen und Flamingos. Sardiniens Unterwelt ist voll von Grotten und Höhlen. Ihre Zahl wird auf über 300 geschätzt. Einige Dutzend kann man auf Führungen besichtigen. Die Grotta del Bue Marino im Südosten Sardiniens ist durch einen unterirdischen Fluss entstanden, dessen Aushöhlung weit in den Berg hinein führt. Ihren Namen verdankt sie der seltenen Mönchsrobbe. Das bis zu drei Meter lange Tier lebte hier bis in die 1980-er Jahre. Vor unserer Zeitrechnung soll es etliche von ihnen gegeben haben. Die Neptungrotte diente im 14. Jahrhundert Piraten als Unterschlupf. Sie umfasst riesige Säulenhallen mit so klangvollen Namen wie "Kirchensaal" oder "Orgelraum" und liegt nicht weit von der schönen Hafenstadt Alghero an einer 168 Meter hohen Steilküste. Dort führt eine in den Fels gehauene Steintreppe über 656 Stufen hinunter zum Eingang. Allein nur diesen Weg zu gehen, ist schon ein Abenteuer! Die Traumstrände der Smaragd-Küste im Nordosten der Insel sind legendär und haben Sardinien den Ruf verliehen, teuer zu sein. Dabei kann man günstig auf Sardinien Urlaub machen – am besten in der Nebensaison, zum Beispiel im September, wo es immer noch herrlich warm ist und dem Badevergnügen nichts im Wege steht. Auf vielen Campingplätzen werden auch kleine Bungalows vermietet. Zwei Personen zahlen hier pro Nacht zwischen 33 und 55 Euro. Unten eine kleine Auflistung. Außerdem werden die drei Flughäfen auf Sardinien (Olbia im Nordosten, Alghero im Nordwesten und Cagliari im Süden) auch von Billigairlines wie Ryanair angeflogen. Hier geht's zu den Sardinienfotos. Torre del Porticciolo Alghero Località Porticciolo oberhalb der Neptungrotte gelegen www.torredelporticciolo.it/de/ La Mariposa Alghero Via Lido, 22 Nähe Alghero direkt am Meer www.lamariposa.it Europa Torre del Pozzo, Cuglieri Via del Pozzo am Fuße des Montiferru, gute Wandermöglichkeiten www.sardiniamare.com Quatro Mori Muravera Località is Perdigonis an der Südostküste Sardiniens, großer langer Sandstrand www.4mori.it/de/ Is Aruttas Cabras Località marina Is Aruttas Quarzstrand, Halbinsel Sinis www.campingisaruttas.it Spinnaker Loc. Str. Torregrande Via del Pontile Marina di Torre Grande, große Anlage www.spinnakervacanze.com Sena Arrubia Arborea Strada Ovest n. 29 Vogelschutzgebiet, Radwege, Halbinsel von Sinis, Santa Cristina und Nuraghe Losa, Minen “Montevecchio” und “Ingurtosu”, selbstsagend bester Campingplatz Sardiniens www.senarrubia.it Tonnara Sant'Antioco Cala d. Saboni bei Villaggio Polifemo auf der über eine Landbrücke erreichbaren vorgelagerten Insel Sant Antioco www.campingtonnara.de
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