About

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«Für einige Menschen sind Inseln wie Burgen, deren breite Wassergräben die Gefahren der Welt draußen halten. Für andere sind sie Gefängnisse, jede einzelne ein Alcatraz. Aber ich stelle mir Inseln wie Schiffe vor. Man betritt eine Insel und wird auf eine Reise mitgenommen.»

Iain Lawrence im a tempo-Interview

Inselreisen hatten es auch mir schon immer angetan. Vielleicht legte meine Oma den Keim dafür, wenn sie uns Kinder sommersüber mit nach Langeoog, Norderney oder Kos genommen hat. Oft fuhren wir mit dem Zug. Dann ging es weiter per Schiff. Damals war die Bahn noch pünktlich und preiswert, und man konnte die Fenster öffnen.

Wo immer meine Inselleidenschaft herrührt, sicher ist: Auf einer Insel fühle ich mich auf besondere Weise frei und losgelöst – ohne Festlandverbindung zu dem Ort, an dem ich meinen Alltag verbringe, wo Alltagsfragen mein Denken bestimmen.

Natürlich ist das eine Chimäre: Am äußersten Ende Spaniens wäre ich  heutzutage genau so unerreichbar und erreichbar wie auf einem von Wasser umgebenen Eiland. Und doch ist „Insel“ ja gemeinhin ein Sinnbild für Abgeschiedenheit, Alltagsferne und Zu-sich-selbst-finden, auch ein Sinnbild für Abenteuer und Paradies.

Wir brauchen solche Vorstellungsbilder. Sie tun uns gut, auch wenn es Idealisierungen sind. Sie erzeugen angenehme Gefühle, sie motivieren, unterstützen ein positives Selbstgefühl. In Form von Sehnsuchtszielen sind sie auch ein Gegengewicht zum Arbeitsdasein, eine Erinnerung an das, was uns gesund hält, ein Anlass, der uns träumen lässt …

Solche Erinnerungen zu bewahren und zu teilen, gefüllt mit den schönsten Bild-Andenken an Insel-Reisen, die man sich als selbst ablaufende Dia-Show auf den Bildschirm holen kann, wird dieser kleine Blog stetig um weitere Fernblicke erweitert. Sie erzählen von paradiesischen Orten, Orten der Farbenpracht, der Sehnsucht, der Träume und Wünsche.

Herrliche Reisen – schon mal im Geiste – wünschen

Isabelle Reiff & Klaus Heß (Fotoaufnahmen)